Thomäkirche

Die Neu St. Thomä Kirche

Die Geschichte, der Baustil und die Besonderheiten der Neu St. Thomä-Kirche in Soest.

Das Minoritenkloster, die erste Niederlassung der Franziskaner in Westfalen, wurde 1233 gegründet.


Offene Kirche

Offene Kirche
Wir laden ein, einzutreten und den Kirchenraum mit seiner besonderen Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.:
dienstags bis freitags von 15:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 11:00 bis 13:00 Uhr

Die Orgel in Neu St. Thomä

Karola und Dr.Wolf Kalipp stellen die historischen Orgeln und auch die aktuelle Schuke-Orgel in Neu-St-Thomä mit all ihren Details vor.

Soest St Thomae Kirche Schuke Orgel von 1970 02

Von den historischen Orgeln der ehemaligen Minoritenkirche gibt es nur lückenhafte Dokumente. Die Akten sind größtenteils durch Bombenschäden im 2. Weltkrieg vernichtet worden. Die Archivalien des Soester Patroklidomes enthalten jedoch Hinweise über die Orgel des Minoritenklosters nach der Säkularisation von 1814.

Taufstein in St. Thomä

Soest St Thomae Kirche Taufstein 01Ich bin getauft auf deinen Namen . . .

Dieser Liedanfang eines Taufliedes aus unserem Evangelischen Gesangbuch fällt mir häufig ein, wenn ich die Thomä-Kirche betrete und mein Blick auf den Taufstein fällt, der im nördlichen Seitenschiff steht. Wie jeder Taufstein erinnert mich auch dieser an meine eigene Taufe und damit an die Zusage Gottes die jedem Getauften gilt: Du gehörst zu mir!

Altäre in St. Thomä

. . . und Preis und Dank zu seinem Altar bringen !

Wer in unserer Kirche Neu-St. Thomä durch den Mittelgang des hohen gotischen Raumes in Richtung Chorraum geht, wird den Blick automatisch auf den granitnen Altar richten, der auf einem Podest direkt unter dem sogenannten Triumpfbogen steht. Dieser Altar hat seit der Wiederherstellung der Kirche (1966) hier seinen Platz. Geschaffen hat diesen ca. 6 Tonnen schweren Tisch, bestehend aus Oberplatte und Sockel, der Steinmetzmeister Bartsch, der auch die Steine, die die Säulen ummanteln, zurecht gehauen hat.

Kanzeln in St. Thomä

Herr, tue meine Lippen auf . . .

dass mein Mund deinen Ruhm verkündige (Psalm 51,17). Wie oft mag dieser Satz als Bitte des Pastors vor einer Predigt von einer der Kanzeln in unserer Kirche Neu-St. Thomae zu hören gewesen sein? Die Kanzel ist ein wichtiger Ort in einer Kirche. Von hier aus wird der versammelten Gemeinde die Bibel ausgelegt und das Evangelium verkündigt. Von hier aus hat der Prediger auch einen guten Überblick auf seine Zuhörer und diese können ihn in der Regel auch gut sehen - und vor allem auch hören. Das gilt vor allem für Zeiten in denen die Kirche noch gut gefüllt ist.

Grabplatten in St. Thomä

„ ... seliglich im Herrn entschlaffe hie begrave“, so lautet ein Teil der Umschrift auf dem Grabstein des Johann Klepping, Bürgermeister der Stadt Soest, verstorben am 16. Juli 1598. Diese und etwa 40 andere kunstvolle Steinplatten mit Namen, Daten und Inschriften bedecken den Boden des Chorraums unserer Kirche und zeugen von einer Bestattungskultur, die es heute so nicht mehr gibt.

Jahrhundertelang sind in der Minoritenkirche Menschen bestattet worden, darunter nicht nur Ordensbrüder, sondern auch bedeutende Soester Patrizier und Familien des Landadels. Die Franziskanerkirche war eine geschätzte Grablege.

Raum der Stille in St. Thomae

- eine Oase im turbulenten Alltag
Unser gotischer Kirchenraum birgt ein besonderes Kleinod, in das man über den Chorraum rechts eintreten kann: Die Sakristei-Kapelle mit buntverglasten Fenstern mit Evangeliumsmotiven, einem kleinen Altar mit Kerzenleuchtern, zwei Kruzifixen, das alles getragen von einer gotischen Mittelsäule. Über viele Jahrzehnte diente dieser Raum dem Predigerseminar der evangelischen Landeskirche von Westfalen als Kapelle. Seit 1999 haben wir des öfteren hier kleinere Gottesdienste gefeiert, sie aber auch als Sakristei und oft auch als praktische Requisitenkammer genutzt.