Kirchenkreis stellt sich großen Veränderungen
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Kirchenkreis stellt sich großen Veränderungen

Synode beschließt neues Personalkonzept

Der Kirchenkreis Soest Arnsberg steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Das wurde bei der Sommersynode im Bürgerhaus Wickede sehr deutlich. Die Zahl der Gemeindeglieder sinkt seit Jahren – und damit auch die finanziellen Möglichkeiten. Superintendent Dr. Manuel Schilling brachte es offen auf den Punkt: „Wir werden weniger. Aber wir bleiben eine lebendige Kirche mit Zukunft.“

Weniger Mitglieder – weniger Pfarrstellen

2023 gehörten noch über 93.000 Menschen zum Kirchenkreis. Bis 2032 werden es voraussichtlich nur noch rund 70.000 sein. Diese Entwicklung hat direkte Folgen für die Personalplanung:
Aktuell gibt es 29 Pfarrstellen. In den kommenden sechs Jahren wird diese Zahl auf etwa 14,5 sinken müssen.

Synodalassessor Thomas Hartmann sprach von „dramatischen Veränderungen“, die alle Gemeinden betreffen werden. Gleichzeitig betonte er, dass viele Stellen durch Ruhestand frei werden – Härtefälle also weitgehend vermieden werden können.

Neue Wege: Interprofessionelle Pastoralteams

Um weiterhin verlässlich Seelsorge, Gottesdienste und Gemeindearbeit anbieten zu können, setzt der Kirchenkreis künftig verstärkt auf Interprofessionelle Pastoralteams. In diesen Teams arbeiten Pfarrer:innen, Gemeindepädagog:innen, Diakon:innen, Kirchenmusiker:innen und Verwaltungsfachleute eng zusammen.
Sie teilen sich Verantwortung und bringen ihre unterschiedlichen Stärken ein – ein Modell, das in vielen Regionen bereits gute Erfahrungen zeigt.
Mehr dazu: Interprofessionelle Teams

Große Mehrheit für das neue Konzept

Die Synodalen stimmten dem angepassten Personalkonzept mit großer Mehrheit zu. Trotz aller Herausforderungen war spürbar: Die Gemeinden wollen diesen Weg gemeinsam gehen. Superintendent Schilling formulierte es hoffnungsvoll: „Wir bleiben eine fröhliche Schar mit Zukunft.“